Hirter Bier

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Brian Dalio

Soviel ist Sicher – Genuss und Leidenschaft vereint. Hirter Bier und das Fischrestaurant SicherFeatured

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Genuss mit allen Sinnen, garantiert durch nachhaltige Qualität. Seit 1972 sind das die unverrückbaren Grundpfeiler des Fischrestaurants Sicher in Tainach, nahe St. Kanzian am Klopeiner See. Wir haben den Familienbetrieb besucht und uns mit Wolfgang Sicher über sein Restaurant, echte Leidenschaft und gute Partnerschaft unterhalten.

Unseren langjährigen Partnerbetrieben einen Besuch abzustatten, ist immer wieder etwas Besonderes – So einzigartig und auf ihre eigene Art Unikate sind sie alle. Der heutige Beitrag liefert davon Zeugnis, dreht er sich doch um ein Haus, dessen Ruf weit über die Landesgrenzen hinausstrahlt – Das Fischrestaurant Sicher gilt als das wohl beste Fischlokal Österreichs. 

„Unser Geschäft läuft sehr gut, wir haben viel Publikum. Es ist einfach so, dass sich Qualität immer bewährt, die Leute wertschätzen das“, entgegnet uns Betreiber Wolfgang Sicher auf die Frage, wie es ihm und seinem Restaurant denn so ginge. Die ersten drei Monate des Jahres hatte man in Tainach geschlossen, öffnete erst Anfang April, wie jedes Jahr – Eine gewohnte Vorgehensweise, so handhabt man es seit langer Zeit, heuer hatte dies den Seiteneffekt, dass auch die aktuelle Lage den Betrieb weitaus weniger betraf als viele andere.  

Spricht man mit Wolfgang Sicher, kristallisiert sich eines heraus: Das Hauptaugenmerk wird eindeutig auf Qualität gelegt, hier will man einfach keine halben Sachen machen. So gelang es, den Familienbetrieb über die Jahre zu etablieren und die Palette konstant auszubauen. Von der Hochwertigkeit der Kulinarik und des Service ist man übrigens nicht nur in Tainach selbst überzeugt, sondern auch beim Gault-Millau: Vierer der begehrten Hauben darf man sich inzwischen rühmen – Auch diese Ehre bleibt dabei in der Familie, denn in der Küche schwingt, ihr ahnt es bereits, Wolfgangs Bruder Michael das Zepter.  

Wer es übrigens selbst nicht nach Tainach schafft, kann sich ein Stück Fischrestaurant Sicher nachhause holen: Erblickt man ein auffälliges schwarzes Muscle Car über Kärntens Straßen flitzend, ist die Chance groß, dass es sich dabei um den stilechten Transport des Sicher Kaviar-Express handelt, der den hauseigenen Saiblingskaviar liefert, den man in Eigenregie produziert und vertreibt.
„Es ist so viel los, dass ich mir überlegen muss, wie ich das am besten manage“, erzählt uns Wolfgang Sicher mit einem Schmunzeln, während wir uns selbst davon überzeugen können. Der Gastgarten, der vor einigen Jahren vom „Kurier“ zu einem der schönsten seiner Art in Österreich gekürt wurde, ist bis auf den letzten Platz besetzt. Ein gewohntes Bild im Garten des Hauses, das vor seiner Zeit als Restaurant einmal ein Sägewerk gewesen war.    

Einen Familienbetrieb aufzubauen, zu etablieren und dem eigenen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, verlangt vor allem eines: Echte Leidenschaft. Eine Eigenschaft, die die Sichers auch von ihren Partnerbetrieben verlangen. Wie uns Wolfgang Sicher erklärt, waren es auch eben diese Partner, die den Erfolg des Hauses mit ermöglichen und immer dazu beitrugen, dass der Betrieb zu dem Erfolgsmodell geworden ist, das er heute darstellt. Einer dieser wertvollen Partner ist die Privatbrauerei Hirt, führt Wolfgang Sicher aus: „Die Hirter Brauerei schätze ich als langjährigen Premium Partner sehr. Dort hast du Handschlagqualität und Verlässlichkeit, die echte Leidenschaft, die wird dort ganz offensichtlich wirklich gelebt. Allein schon deswegen passen wir als Partner perfekt zusammen“.  


Es sind Kooperationen wie diese, von denen beide Seiten profitieren und die von Respekt und Ehrlichkeit geprägt sind, und Betriebe wie das Fischrestaurant Sicher, die auch uns in Hirt mit ihrer Leidenschaft immer wieder aufs Neue inspirieren. Wir wünschen dem Tainacher Traditionsbetrieb weiterhin alles Gute und freuen uns auf viele kommende Jahre!

 

Jahrtausendealte Quelle der Innovation – Wie hat sich die Brautechnik entwickelt?

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Die Kunst des Bierbrauens und der technische Fortschritt gingen lange Zeit eher langsam nebeneinander her, bis vor ca. 200 Jahren ein enormer Innovationsschub einsetzte. Bierbrauen ist heute sowohl Kunst als auch Wissenschaft – und könnte außerdem wesentliche Entwicklungen vorgeben. Das alles und mehr haben wir im Interview mit Raimund Linzer, dem leitenden Braumeister der Privatbrauerei Hirt, erfahren.

Wenn die Mauern der Privatbrauerei sprechen könnten, würden sie über die jahrhundertelange Weiterentwicklung der Brautechnik erzählen, die sie aus erster Hand miterlebt haben. Der Braubetrieb am Standort Hirt wurde bereits 1270 das erste Mal urkundlich erwähnt, seitdem durchlebte man hier in Kärnten alle Evolutionsphasen dieses althergebrachten Handwerks. „Man kann sicher sagen, dass sich unser Handwerk einige Jahrhunderte eher langsam entwickelt hat“, so Raimund Linzer. Es sei, so der Braumeister, dem wissenschaftlichen Entdeckergeist des frühen 19. Jahrhunderts zu verdanken, dass schließlich ein riesiger Sprung dem anderen folgte. „Bier und Innovation haben sich seitdem gegenseitig begünstigt.“, so Linzer.

Ein besonderer Meilenstein war die Entdeckung der Aktivitäten der Hefe – deren Erforschung bis heute nicht abgeschlossen ist. Alleine in der Luft befinden sich noch tausende unerforschte Hefezellen-Arten, wie uns Raimund Linzer erklärt. Als 1516 das deutsche Reinheitsgebot in Kraft trat, war die Existenz des Hefepilzes noch vollkommen unbekannt. Erst die intensive Erforschung führte dazu, dass heute über 1.200 Hefekulturen bekannt sind und in unzähligen Bereichen zum Einsatz kommen. Der Stand der heutigen Bierkultur ist aber vor allem einem Mann zu verdanken – Carl von Linde. Dem Erfindergeist des deutschen Ingenieurs ist das Linde-Verfahren zu verdanken, die Grundlage der ersten modernen Kühlmaschine. Denn vor der Industrialisierung wurde im Brauprozess noch mit Eis gekühlt, welches in Eiskellern gelagert wurde. Das Brauen von untergärigen Bieren in heutigen Mengen, wäre ohne diese moderne Kühlung nicht möglich – Kühlschränke, in denen man besagtes Bier daheim kühlen kann, übrigens auch nicht. 😉


Raimund Linzer sieht das Bierbrauen in einer spannenden Rolle mit besonderer Innovationskraft für die Zukunft. „Es entwickelt sich alles noch weiter in Richtung Nachhaltigkeit, wo mittlerweile zahlreiche Brauereien federführend beteiligt sind.“, so der Braumeister. Nachhaltig, nicht nur im Sinne von natürlich belassenen, regionalen Rohstoffen höchster Güte, sondern auch im Brauprozess. Hauseigene Wasserkraftwerke und Photovoltaikanlagen helfen z.B. in Hirt dabei den ökologischen Fußabdruck der Brauerei zu minimieren.

Den Blick nach vorne gerichtet, bemerkt Linzer aber auch eine Rückbesinnung auf die Wurzeln der Braukunst – Historisch überliefertes Wissen, kombiniert mit der Technik des 21. Jahrhunderts: „Früher konnte man schon am Wasser merken, wo das Bier herkommt. Durch die starke Industrialisierung glich sich der Geschmack an. Dieser Trend kehrt sich zunehmend um.“
Ein Trend, der das Verschiffen von Rohstoffen über tausende Kilometer zunehmend kritisch sieht und sich auf die regionale Produktion konzentriert – So wie es die Privatbrauerei Hirt in den bald 750 Jahren ihrer Existenz immer praktiziert hat.

Ihr seht, die wissenschaftliche Weiterentwicklung war stets auch mit der Produktion unseres Lieblingsgetränks verbunden und wird es auch weiterhin sein. 😊

„Beer Trivia“ Teil 2 – Die Fortsetzung der interessantesten Geschichten und Fakten über Bier, die so sicher noch niemand kennt!

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Wenn es um den jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von Bier geht, ist Österreich im internationalen Vergleich immer ganz vorn dabei. Verständlicherweise, sobald die Temperaturen steigen, ist Bier in aller Munde. 😉 Aber wie fundiert ist das Wissen um das flüssige Gold in unserer Biernation? In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr Fakten und Storys rund ums Bier, von denen ihr bestimmt noch nichts gehört habt.

1. Why Gerste?

Das Reinheitsgebot besagt ja bekanntlich, dass fürs Bierbrauen nur Hopfen, Malz und Wasser verwendet werden dürfen. In der ursprünglichen Fassung des Reinheitsgebotes von 1516 war aber nicht von Malz die Rede, sondern explizit von Gerste. So gut sich Gerste für das Bierbrauen auch eignet, der Hauptgrund, warum die Gerste als zu verwendendes Getreide erwähnt wird, war ganz ein anderer. Der Weizen sollte der Herstellung von Brot vorbehalten sein, um den Hunger des Volkes zu bekämpfen. Die für Brot weniger geeignete Gerste, wurde so per Gesetz zum Big Player der Bierkultur.

2. Bier ≠ Dickmacher

Von Bier bekommt man(n) keinen Bierbauch. Von den deftigen Speisen, auf die man beim Biertrinken Lust bekommt, allerdings schon. Alkohol, Hopfen und Malz ist eine sehr appetitanregende Kombination. Der im Bier enthaltene Hopfen transportiert viele Bitterstoffe und ändert die geschmackliche Wahrnehmung. Der Magen produziert verstärkt Verdauungssekrete, man hat also Lust auf deftigere Mahlzeiten. Meistens Speisen, die länger verdaut werden müssen oder einen höheren Kaloriengehalt haben. Da der Magen aber so viel Verdauungssekrete produziert, setzt das Sättigungsgefühl erst viel später ein. Man kann also viel mehr essen, ohne sich voll zu fühlen. Wer also auf die schlanke Linie achtet, sollte eher bei den Grillwürsten als beim Bier aufpassen.

3. Bier + Baustellen = <3

Die Pyramiden von Gizeh – das letzte noch erhaltene Weltwunder der Antike – wurden von Biertrinkern erbaut. Bier ist nicht nur ein Getränk der Wikinger und Germanen. US-Archäologen fanden heraus, dass die Arbeiter täglich mehrere Liter Bier tranken. Getreide für die Bierproduktion gab es in Ägypten reichlich, und Bier war auch viel besser lagerbar als das rohe Getreide, welches Schädlinge anzog. Der Hauptgrund für den hohen Bierkonsum war aber die Vorbeugung von Erkrankungen. Das niederprozentige Getränk war um ein Vielfaches sicherer als das verschmutzte Nilwasser, welches oft Krankheiten auslöste. Bier war nicht nur Genussmittel, sondern Grundnahrungsmittel!

4. Bier = Tradition

Die älteste Brauerei der Welt ist die Bayrische Staatsbrauerei Weihenstephan im oberbayrischen Freising. Im Jahr 1040 erlangt das Kloster Weihenstephan das Brau- und Schankrecht. Seitdem wurde von ansässigen Benediktinermönchen die Biertradition über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt und verfeinert. Die Braukultur überstand Kriege, politische Umbrüche und Epidemien. Im Jahr 2040 wird die Brauerei ihr 1000-jähriges Bestehen feiern. Die Brauerei Hirt, deren Startschuss im Jahr 1270 fiel, gehört mit ihren 749 Jahren auch zum europäischen Spitzenfeld in Sachen Biertradition.

5. Bier lebt?!

Das Konservierungsverfahren der Pasteurisierung ist aus der heutigen Lebensmittelindustrie nicht mehr wegzudenken. Der Erfinder Louis Pasteur hatte die Idee zum Pasteurisierungsverfahren, als er den biologischen Prozess der Gärung erforschte und entdeckte, dass Bier „lebt“. Dass Hefe eine Schlüsselrolle bei der Gärung spielte, war bereits bekannt. Aber Louis Pasteur war einer der wenigen Forscher, der vermutete, dass die Gärung von lebendigen Organismen ausgelöst wird. Seine Forschungsarbeit bestätigte seine Theorie, dass Hefepilze durch Sauerstoffmangel übermäßig Zucker konsumieren bzw. in Alkohol umwandeln. Bei Hirter wird Bier übrigens nie pasteurisiert. Das wirkt sich unvorteilhaft auf den Geschmack aus.

6. Schnecken <3 Bier

Schnecken LIEBEN Bier! Verständlicherweise. 😉 Die sogenannte „Bierfalle“ ist eine Methode, um Schnecken im Haus- und Gartenbereich zu bekämpfen. Wer von Schnecken geplagt wird, gräbt einfach eine Schale ins Erdreich, idealerweise, sodass ein bis zwei Zentimeter der Schale über den Boden ragen, damit sich andere Insekten und Spinnen nicht in die Falle verirren. Die Schale wird anschließend mit Bier befüllt. Der Biergeruch zieht Schnecken sehr stark an und lockt sie in die Schale. Diese Methode ist eine einfache und umweltfreundliche Art der Schädlingsbekämpfung, die im Gegensatz zu chemischen Mitteln für Igel, Haustiere oder Menschen völlig unbedenklich ist.

 7. Pflanzen <3 Bier

Bier werden viele heilsame Eigenschaften nachgesagt. Diese entfalten ihre Wirkung aber nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pflanzen. Nächstes Mal, wenn ein offenes Bier übrigbleibt, das Bier einen Tag lang stehen lassen und anschließend damit die Pflanzen düngen. Das abgestandene Bier ist ohnehin nicht mehr genießbar. Der im Bier enthaltene Zucker wirkt auf Pflanzen wie ein Doping. Das Einzige, was es zu beachten gilt: Der Bierdünger ist eher für Grünpflanzen als für blühende Pflanzen geeignet. Also wenn ein Bier zu viel anfällt, nicht wegschütten, sondern der Zimmerpflanze etwas Gutes tun.

8. Bier + 0°= suboptimal

Für Cocktails werden oft eiskalte, beschlagene Gläser verwendet, um das Getränk so lange wie möglich kühl zu halten. Macht das besser nicht mit Bier. Trotz niedriger Temperaturen wird das Bier enorm schäumen, was dem flüssigen Gold nur vorzeitig die Kohlensäure entzieht und es schal schmecken lässt. Ganz davon abgesehen ist die ideale Serviertemperatur von Bier nicht „eiskalt“. Um das volle Aroma des Bieres zu schmecken und zu genießen, sollte Bier, je nach Biersorte, zwischen 6 und 12 Grad Celsius serviert werden.

9. Island <3 Bier

Wenn man an Alkoholprohibition denkt, kommen einem meistens die USA der 1920er-Jahre in den Sinn. Aber in Island galt bereits ab 1915 ein totales Alkoholverbot. Die erste Lockerung dieses Totalverbotes fand 1922 statt, als der Import von Wein wieder erlaubt wurde. Ab 1934 galt das Verbot nur noch für Bier mit mehr als 2,25 % Alkoholgehalt. Dieses letzte Verbot wurde schließlich am 1. März 1989 aufgehoben. Seitdem wird in Island am 1. März der Bjórdagurinn – der Tag des Bieres gefeiert.

Wer nach all diesen Facts sagt, er habe nichts dazu gelernt, Hut ab. So viel Wissen über Bier muss man einmal anhäufen. Was sich bei uns mittlerweile zu Genüge angehäuft hat, ist Lust auf ein kühles Bier. Denn das Wichtigste am Bier ist schließlich nicht, was man darüber weiß, sondern wie es schmeckt. Und uns schmeckt es bei Hirter am besten. (Vor allem das Kellermeister 😊)