Die große Reise durch das Bier-Alphabet geht in die zweite Runde! Heute bringen wir euch die Buchstaben K bis R näher. Wie bereits zuvor gilt auch diesmal wieder – von informativ bis amüsant, von skurril bis wissenschaftlich, anything goes! Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

K wie KALORIEN

Wir haben an anderer Stelle bereits einiges an Biermythen richtiggestellt, und hier wollen wir noch einmal einem hartnäckigen „Urban Myth“ aufräumen. Tatsache ist, der Kaloriengehalt des Bieres ist bedeutend geringer als bei den meisten anderen Getränken, der sogenannte Bierbauch trägt diesen Namen also nur zum Teil zurecht. Richtig ist, dass Biergenuss dazu beitragen kann, das Hungergefühl zu verstärken und somit zum Essen größerer Mengen anregt.

L wie LAGERBIER

Wird im englischsprachigen Raum schlicht jede untergärige Biersorte unter der Bezeichnung „Lager“ zusammengefasst, hat der Begriff hierzulande vor allem eine historische Bedeutung. Um untergäriges Bier zu produzieren, sind niedrige Temperaturen erforderlich, weshalb das Brauen vor der Erfindung der Kältemaschine auf die Wintermonate beschränkt war. Das Bier konnte in Eiskellern bis zum folgenden Herbst gelagert werden, daher der Name „Lager“.

M wie MALZ

„Hopfen und Malz, Gott erhalt’s.“ Die Bedeutung von Malz für den Brauprozess ist nicht erst durch dieses geflügelte Wort in das Allgemeinwissen übergegangen. Hergestellt wird das Braumalz historisch hauptsächlich aus Gerste. Der Weizen wurde im Mittelalter fast ausschließlich zur Herstellung von Mehl verwendet, wodurch Gerstenmalz vor allem dem Bier brauen vorbehalten blieb.

N wie NATURTRÜB

Naturtrübe Biere sind dadurch charakterisiert, dass sie ungefiltert, also mit sämtlichen Hefewirkstoffen getrunken werden. In Österreich denkt man bei dem Begriff zumeist an die sogenannten Zwicklbiere, wie unseren naturtrüben Schatz, das Hirter Kellermeister.

O wie ORIENT

Im Vorderen Orient befand sich einst der älteste bekannt gewordene Braubetrieb. Vor ca. 12.000 bis 14.000 Jahren konnte in einer Kammer der sogenannten Rakefet-Höhle im heutigen Israel eine für die damalige Zeit gut ausgestattete Brauwerkstatt nachgewiesen werden.

P wie PANSCHEN

Das vermischen von Bier mit minderwertigen Stoffen, das sogenannte panschen, war bis ins späte Mittelalter hinein als schwere Straftat geächtet. Verurteilte Panscher wurden drakonischen Strafen zugeführt – wie etwa dem Ertränken in ihren eigenen Fässern.

Q wie QUELLWASSER

Einer der Schlüssel zu einem qualitativ hochwertigen, natürlichen Bier ist das Brauwasser. Das Wasser der Privatbrauerei Hirt kommt von den 24 Bergquellen am Lorenzenberg gegenüber des Brauereigeländes. Das Wasser der sogenannten „Hanslbauerquellen“ kann aufgrund seines natürlichen Reinheitsgrades ohne jegliche Aufbereitung direkt zum Brauen genutzt werden kann.

R wie ROTES BIER

Nicht zu verwechseln mit Rotbier, bezeichnete man einen Urvater des heutigen Bieres als Rotes Bier. Laut einer Tontafel von etwa 2.100 v. Chr. beinhaltete es 75% „Gemisch“ – bestehend aus geröstetem Emmerkorn und Emmerbrot – und 25% gekeimtes Emmerkorn. Über den bestimmt etwas eigentümlichen Geschmack ist nichts überliefert.

An dieser Stelle müssen wir es für Teil 2 auch schon wieder dabei belassen – Habt ihr etwas erfahren, dass ihr über Bier noch nicht gewusst habt? Oder hättet ihr eine andere Idee für den einen oder anderen Buchstaben gehabt? Dann lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen 😊. Stay tuned, der dritte und letzte Teil unserer alphabetischen Entdeckungstour ist bereits in Arbeit!