Sprüche, Vorurteile, Meinungen – Aber auch Genuss, Anerkennung und vor allem echte Leidenschaft. Die Beziehung zweier der ältesten Kulturgetränke überhaupt ist von diesen Eigenschaften geprägt. Auch in Österreich stellt das keine Ausnahme dar, erfreuen sich doch sowohl Bier als auch Wein größter Beliebtheit. Wir wollen uns die Beziehung zwischen diesen beiden genauer ansehen.

Um die große Bedeutung dieser beiden Kulturgetränke zu begreifen, muss man zunächst einen Blick auf deren nicht nur in Österreich über tausende von Jahren gewachsene Tradition werfen.
Weinbau wurde archäologischen Quellen zufolge bereits 6.000 v. Chr. betrieben, was Wein zur ältesten noch genutzten Kulturpflanze macht. Einen himmlischen Charakter erhielt Wein dann in der Antike, als er als das Getränk der Götter gesehen wurde, sogar eigene Götter wie Dionysos bei den Griechen oder Bacchus bei den Römern wurden ihm zugewiesen.
Die historische Entwicklung des Bieres begann höchstwahrscheinlich vor ca. 10.000 Jahren bei den alten Babyloniern – und im Unterschied zu jener des Weines vermutlich bedeutend zufälliger, als durch die Anmischung eines Getreidebreis erstmals Gärprozesse entdeckt wurden. Vom Orient aus trat Bier dann seinen Siegeszug in Europa an, wo es schlicht und ergreifend das unumschränkte Volksgetränk war – Unter anderem auch, weil Bier damals tatsächlich deutlich gesünder war als Wasser, das oftmals verschmutzt und von krankmachenden Bakterien durchsetzt war.
Das Alter und die gesellschaftliche Bedeutung der beiden gehen also gewissermaßen Hand in Hand und sind absolut vergleichbar.

Betrachtet man Wein- und Bierkultur in Österreich, kommt man gewissermaßen vom hundertsten ins tausendste und stellt fest, dass „eine“ Kultur in dieser Form nicht gibt, sondern diese Kulturen sich über die Jahrhunderte immer wieder konstant verändert und neu erfunden haben.
Im Kern handelte es sich bei Bier vor allem um ein Alltagsgut, während Wein dem Genuss und somit gerade im Mittelalter eher den Wohlhabenderen vobehalten war. Dementsprechend wohnt der Weinkultur ganz bewusst eine Langsamkeit – allein schon aufgrund des langen Herstellungsprozesses – aber auch eine Exklusivität inne. Es dauerte Jahre, bis sich auch unter Bier-Fans ein ausgeprägtes Genussbewusstsein bemerkbar machte, heute allerdings befindet sich diese Bier-Philosophie auf der Überholspur.

Ob man es nun mit Traube oder Gerste hält, oder vielleicht sogar ein Fan von beiden ist – wie es viele Menschen in Österreich seit eh und je sind – im Vordergrund steht bei allen Gemeinsamkeiten und Unterschieden eines: Ohne Leidenschaft für das Echte wäre weder das Eine noch das Andere so genießenswert, so schützenswert, und so zentral für die Genusskultur in der österreichischen Gesellschaft.

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