Ihr haltet euch für Bierkenner und kennt das „kühle Blonde“ mit allen seinen Geschichten? Heute präsentieren wir euch ein paar Fakten, die ihr so sicher noch nie gehört habt – für die vielen gewonnenen Wetten am Stammtisch könnt ihr uns später danken 😉

Oh Schreck – in eurem Glas Hirter Märzen, Privat Pils, Kellermeister (oder welche unserer Spezialitäten auch immer euer Favorit ist) herrscht gähnende Leere. Wenn euch dieser Gedanke nun den Angstschweiß auf die Stirn treibt, dann seid ihr nicht alleine. Tatsächlich gibt es für diesen Zustand einen Fachbegriff: Die als Cenosillicaphobie, die Angst vor dem leeren Bierglas, greift weiter um sich… Die Dunkelziffer an betroffenen soll geradezu erschreckend hoch sein 😉 Gott sei Dank ist die Behandlung denkbar einfach! Gegen echte Leidenschaft kommt die Phobie nicht an, einfach ein frisches Hirter ins Glas und die Angst ist ausgestanden!

Über den Stellenwert des Bieres in unseren Breitengraden brauchen wir an dieser Stelle nicht zu diskutieren – das hat sich übrigens nicht einschlägig geändert, ganz im Gegenteil! Schon im antiken Ägypten wurden die Arbeiter, die die mächtigen Pyramiden errichteten tatsächlich mit täglichen Bierrationen entlohnt! Diese dürften auch einiges vertragen haben, denn die Arbeiter in Gizeh erhielten bis zu vier Liter Bier am Tag… Wir stellen uns glatt die Frage, könnte es denn sein, dass wir deshalb noch heute ein gutes Bier nach der Arbeit zu uns nehmen? Der Gedanke gefällt uns jedenfalls 😉

Dass Bier nicht gleich Bier ist, wissen aufmerksame Leser unseres Blogs ja schon lange. Das es zahlreiche Stile und Arten gibt, leuchtet ein – doch wie viele es wirklich sind, wissen die wenigsten. Auch hier gehen die Meinungen auseinander, was jetzt ein eigener Bierstil ist, und was nicht – dennoch liest man immer öfter die Zahl 400. Also sage und schreibe rund 400 verschiedene Bierstile soll es geben. Um das zu verdeutlichen: Man könnte ein Jahr lang jeden Tag einen Stil verkosten und wäre noch immer lange nicht fertig damit…

Stichwort verkosten – würdet ihr euch an ein 200 Jahre altes Bier heranwagen? Im Jahr 2010 wurde genau das in Finnland zur Realität, als in einem gesunkenen Schiff, dessen Wrack ca. auf die Jahre zwischen 1800 und 1820 datiert wurde, eine ungeöffnete Flasche gefunden wurde, die tatsächlich noch genießbar gewesen war. Im kalten, baltischen Meer blieb das Bier erhalten und konnte verkostet werden. Es schmeckte laut seinen Entdeckern alt (welche Überraschung!) und ein wenig bitter… aber genießbar!

An dieser Stelle hätten wir noch ewig so weitermachen können, da es derartige unbekannte Tatsachen in der langen, langen Kulturgeschichte des Bieres einfach unfassbar viele gibt – aber wer weiß, vielleicht gibt’s ja einmal einen zweiten Teil 😉